Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltung, Begriffsdefinitionen

(1) Schulte Design GmbH, Marktstasse 59, 47798 Krefeld, Deutschland (im Folgenden: „wir“ oder „Schulte Art for Office“) betreibt unter der Webseite https://artforoffice.de einen Online-Shop für Waren. Die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Leistungen zwischen uns und unseren Kunden (im Folgenden: „Kunde“ oder „Sie“) in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Fassung, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart wurde.

(2) „Verbraucher“ im Sinne dieser Geschäftsbedingungen ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. „Unternehmer“ ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt, wobei eine rechtsfähige Personengesellschaft eine Personengesellschaft ist, die mit der Fähigkeit ausgestattet ist, Rechte zu erwerben und Verbindlichkeiten einzugehen.

§ 2 Zustandekommen der Verträge, Speicherung des Vertragstextes

(1) Die folgenden Regelungen über den Vertragsabschluss gelten für Bestellungen über unseren Online-Shop unter https://artforoffice.de.

(2) Unsere Produktdarstellungen im Internet sind unverbindlich und kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages.

(3) Bei Eingang einer Bestellung in unserem Online-Shop gelten folgende Regelungen: Der Kunde gibt ein bindendes Vertragsangebot ab, indem er die in unserem Online-Shop vorgesehene Bestellprozedur erfolgreich durchläuft. Die Bestellung erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Auswahl der gewünschten Ware,
  2. Hinzufügen der Produkte durch Anklicken des entsprechenden Buttons (z.B. „In den Warenkorb“, „In die Einkaufstasche“ o.ä.),
  3. Prüfung der Angaben im Warenkorb,
  4. Aufrufen der Bestellübersicht durch Anklicken des entsprechenden Buttons (z.B. „Weiter zur Kasse“, „Weiter zur Zahlung“, „Zur Bestellübersicht“ o.ä.),
  5. Eingabe/Prüfung der Adress- und Kontaktdaten, Auswahl der Zahlungsart, Bestätigung der AGB und Widerrufsbelehrung,
  6. Abschluss der Bestellung durch Betätigung des Buttons „Jetzt kaufen“. Dies stellt Ihre verbindliche Bestellung dar.
  7. Der Vertrag kommt zustande, indem Ihnen innerhalb von drei Werktagen an die angegebene E-Mail-Adresse eine Bestellbestätigung von uns zugeht.

(4) Im Falle des Vertragsschlusses kommt der Vertrag mit Schulte Design GmbH, Marktstasse 59, 47798 Krefeld, Deutschland zustande.

(5) Vor der Bestellung können die Vertragsdaten über die Druckfunktion des Browsers ausgedruckt oder elektronisch gesichert werden. Die Abwicklung der Bestellung und Übermittlung aller im Zusammenhang mit dem Vertragsschluss erforderlichen Informationen, insbesondere der Bestelldaten, der AGB und der Widerrufsbelehrung, erfolgt per E-Mail nach dem Auslösen der Bestellung durch Sie, zum Teil automatisiert. Wir speichern den Vertragstext nach Vertragsschluss nicht.

(6) Eingabefehler können mittels der üblichen Tastatur-, Maus- und Browser-Funktionen (z.B. »Zurück-Button« des Browsers) berichtigt werden. Sie können auch dadurch berichtigt werden, dass Sie den Bestellvorgang vorzeitig abbrechen, das Browserfenster schließen und den Vorgang wiederholen.

(7) Die Abwicklung der Bestellung und Übermittlung aller im Zusammenhang mit dem Vertragsschluss erforderlichen Informationen erfolgt per E-Mail zum Teil automatisiert. Sie haben deshalb sicherzustellen, dass die von Ihnen bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse zutreffend ist, der Empfang der E-Mails technisch sichergestellt und insbesondere nicht durch SPAM-Filter verhindert wird.

§ 3 Gegenstand des Vertrages und wesentliche Merkmale der Produkte

(1) Bei unserem Online-Shop ist Vertragsgegenstand:

  1. Der Verkauf von Waren. Die konkret angebotenen Waren können Sie unseren Artikelseiten entnehmen.

(2) Die wesentlichen Merkmale der Ware finden sich in der Artikelbeschreibung.

(3) Für den Verkauf digitaler Produkte gelten die aus der Produktbeschreibung ersichtlichen oder sich sonst aus den Umständen ergebenden Beschränkungen, insbesondere zu Hard- und/oder Softwareanforderungen an die Zielumgebung. Wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, ist Vertragsgegenstand nur die private und gewerbliche Nutzung der Produkte ohne das Recht zur Weiterveräußerung oder Unterlizensierung.

§ 4 Preise, Versandkosten und Lieferung

(1) Die in den jeweiligen Angeboten angeführten Preise sowie die Versandkosten sind Gesamtpreise und beinhalten alle Preisbestandteile einschließlich aller anfallenden Steuern.

(2) Der jeweilige Kaufpreis ist vor der Lieferung des Produktes zu leisten (Vorkasse), es sei denn, wir bieten ausdrücklich den Kauf auf Rechnung an. Die Ihnen zur Verfügung stehenden Zahlungsarten sind unter einer entsprechend bezeichneten Schaltfläche im Online-Shop oder im jeweiligen Angebot ausgewiesen. Soweit bei den einzelnen Zahlungsarten nicht anders angegeben, sind die Zahlungsansprüche sofort zur Zahlung fällig.

(3) Bei einem Kauf auf Rechnung beträgt der Mindestbestellwert [ Bitte Wert für agbs_v2_rechnung_min einfügen ] für diese Zahlungsart.

(4) Zusätzlich zu den angegebenen Preisen können für die Lieferung von Produkten Versandkosten anfallen, sofern der jeweilige Artikel nicht als versandkostenfrei ausgewiesen ist. Die Versandkosten werden Ihnen auf den Angeboten, ggf. im Warenkorbsystem und auf der Bestellübersicht nochmals deutlich mitgeteilt.

(5) Alle angebotenen Produkte sind, sofern nicht in der Produktbeschreibung deutlich anders angegeben, sofort versandfertig (Lieferzeit: 7-10 Tage nach dem Eingang der Zahlung bzw. nach dem Eingang der Bestellung bei einem Kauf auf Rechnung).

(6) Es bestehen die folgenden Liefergebietsbeschränkungen: Die Lieferung erfolgt in folgende Länder: Deutschland.

§ 5 Zurückbehaltungsrecht, Eigentumsvorbehalt

(1) Ein Zurückbehaltungsrecht können Sie nur ausüben, soweit es sich um Forderungen aus demselben Vertragsverhältnis handelt.

(2) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises unser Eigentum.

§ 6 Widerrufsrecht

Als Verbraucher haben Sie ein Widerrufsrecht. Dieses richtet sich nach unserer Widerrufsbelehrung.

§ 7 Haftung

(1) Vorbehaltlich der nachfolgenden Ausnahmen ist unsere Haftung für vertragliche Pflichtverletzungen sowie aus unerlaubter Handlung auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

(2) Wir haften bei leichter Fahrlässigkeit im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder bei Verletzung einer vertragswesentlichen Pflicht unbeschränkt. Wenn wir durch leichte Fahrlässigkeit mit der Leistung in Verzug geraten sind, wenn die Leistung unmöglich geworden ist oder wenn wir eine vertragswesentliche Pflicht verletzt haben, ist die Haftung für darauf zurückzuführende Sach- und Vermögensschäden auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine vertragswesentliche Pflicht ist eine solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet und auf deren Einhaltung Sie regelmäßig vertrauen dürfen. Dazu gehört insbesondere unsere Pflicht zum Tätigwerden und der Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistung, die in § 3 beschrieben wird.

§ 8 Vertragssprache

Als Vertragssprache steht ausschließlich Deutsch zur Verfügung.

§ 9 Gewährleistung

(1) Die Gewährleistung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

(2) Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist auf gelieferte Sachen 12 Monate.

(3) Als Verbraucher werden Sie gebeten, die Sache/die digitalen Güter oder die erbrachte Dienstleistung bei Vertragserfüllung umgehend auf Vollständigkeit, offensichtliche Mängel und Transportschäden zu überprüfen und uns sowie dem Spediteur Beanstandungen schnellstmöglich mitzuteilen. Kommen Sie dem nicht nach, hat dies natürlich keine Auswirkung auf Ihre gesetzlichen Gewährleistungsansprüche.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit hierdurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthaltes des Verbrauchers gewährte Schutz nicht entzogen wird (Günstigkeitsprinzip).

(2) Die Bestimmungen des UN-Kaufrechts finden ausdrücklich keine Anwendung.

(3) Sofern es sich beim Kunden um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Kunden und dem Anbieter der Sitz des Anbieters.

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FRANZ PHILIPP

Vor nicht langer Zeit hatte der Fotograf ausschließlich die Aufgabe Situationen, Menschen oder Gegenstände zu dokumentieren. Als das Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher die Aufgabe erhielt im Ruhrgebiet alte Zechen für das Landesarchiv aufzunehmen war diesen noch nicht klar, dass die entstandenen Fotos nicht nur eine Doku der Architektur war, sondern eine künstlerische Aussage wiedergab.

Die anscheinend unemotionale Aussage aller Fotos, die Verlorenheit der dargestellten Fabriken spiegelte genau das Gefühl der Zeit. Die Konzeptkunst war entstanden.

Franz Philipp versteht sich als Reisefotograf, der im alten Sinne die Reise dokumentieren möchte, der aber aus dem US Bundesstaat Bilder mitbrachte, die die Verlassenheit der Landschaft und des Staates zeigt. Einsam stehen die Gegenstände in der Landschaft. Verrostete Maschinen, Autos und Schaufelbagger aus der Goldgräberzeit, die warten als ginge es bald wieder los. 100 Jahre nach dem Goldrausch in Alaska und im Gebiet des Yukon.

Unterwegs mit seinen Söhnen griffen sie auch zur Goldpfanne und fanden Nuggets oder Goldflitter wie die Spezialisten meinten. Sportlich unterwegs sind sie einen Teil des berühmten Chilcoot Passes gelaufen, hunderte von Goldsuchern sind zur Jahrhundert-wende, schlecht ausgerüstet hungrig nach Reichtum diesen Pfad geklettert.

Franz Philipp

studierte an der Krefelder Werkkunstschule und machte seinen Abschluss als Architekt und Designer in Düsseldorf. Ende der Siebziger arbeitete er als Assistent bei Peter Maly in Hamburg und lernte dort in den Fotostudios der Zeitschriften Schöner Wohnen und Architektur u Wohnen die analoge Studiofotografie kennen. Als Möbeldesigner mit fotografischen Blick und Gedächtnis sucht er die iconografische Form.

CHRISTEL SCHULTE-HANHARDT

Curriculum vitae

Die 1926 geborene Christel Hanhardt war Tochter eines Schreinermeisters aus dem östlichen Nordrhein-Westfalen. Sie wurde zur technischen Zeichnerin ausgebildet und konnte so früh in der väterlichen Schreinerei den Umgang mit Materialien, Formen und Größen unterschiedlichster Art kennenlernen.

In der Nachkriegszeit heiratete sie den rheinischen Möbelkaufmann Daniel Schulte in Krefeld. Nach der Geburt ihres Sohnes im Jahre 1951 arbeitete sie jedoch weiter für die westfälische Handwerksfamilie. Der Werkstoff Holz, der Aufbruch zum Möbeldesign in den 60ern, das Einrichten von Wohnungen und die Beobachtung der Kunstszene war für die ausgebildete Zeichnerin die Voraussetzung für ihre spätere Entscheidung. Nicht der heimische Josef Beuys, sondern der dänische Maler Per Kirkeby hat sie schon früh mit seiner freien Malweise begeistert. Jährliche Besuche der Salzburger Sommerakademie, die von Oskar Kokoschka gegründete Schule des Sehens, sowie Aktzeichenkurse an der Krefelder Werkkunstschule haben sie dann endgültig überzeugt, Künstlerin zur werden.

Mit nunmehr 54 Jahren bewarb sie sich an der Düsseldorfer Kunstakademie und wurde 1979 älteste Studentin ihrer Zeit. Grundkurse bei Tony Craig und Rissa, bis zur Meisterschule bei Klaus Rinke. Rinke war kein Maler, Rinke war auch kein klassischer Bildhauer, Rinke suchte das Ursprüngliche: Zeit und Raum, Körper und Schwerkraft. Die Meisterschülerin wurde beeinflusst und suchte einen eigenen Weg – als schon lebenserfahrene Studentin brachte sie Gelassenheit und Lebensfreude mit.

Per Kirkeby und Rinke waren nun die Vorbilder, ihre ersten Arbeiten waren großformatig, gemalt auf Packpapier mit Kreide und Bleistift. Dann begann sie, Materialien, eigentlich für den Müll, zu sammeln, und komponierte Neues aus diesen, inspiriert durch Kirkeby: „Die Welt ist Material, aus dem man Kunst macht“.

Christel Schulte-Hanhardt fühlte sich als Malerin, aber die dritte Dimension in der Kunst war sozusagen genetisch angelegt. Begeistert von der antiken Frescomalerei bemalte sie Bauplatten. Diese wurden mit einem herkömmlichen Gipsputz versehen und dann, noch feucht, bemalt. Die Platten 50x200cm wurden zu einer großen Installation nebeneinander gestellt oder nochmals zu eigenen Formen wieder zerschnitten. Ein Happening durfte nicht fehlen, also ging die ganze Familie in den 80ern mit nackten Füßen über den feuchten Putz. Körper, Zeit und Raum, sagte doch der Meister. Neben vielen Zeichnungen, durch die sie in der Schule des Sehens das schnelle künstlerische Erfassen gelernt hat, beschäftigte sich Christel Schulte-Hanhardt mit Papierinstallationen. Altes Zeitungspapier wurde zerrissen, neu verklebt und bemalt. Fast skulptorale Bilder sind so entstanden, dreidimensionale Oberflächen, die aussehen wie die Darstellung der Erdoberfläche in beeindruckender Bildgröße. Eine Ausstellung in der New Yorker Galerie Penine Hard hat sie für einen längeren Aufenthalt genutzt. Die ausstrahlende Schnelligkeit und Kraft, die die Stadt vermittelt, hat sie zu neuen Ausdrucksformen motiviert.

Nun fing die Künstlerin erst spät an, aber mit einem langen Leben – sie ist heute 93 Jahre alt – sind es auch 40 Jahre Schaffenszeit. In ihrer früheren Ausbildungszeit, wo sie lernte, alles exakt zeichnen zu müssen, war sie als reife Künstlerin daran nicht mehr interessiert. Spontan sollte es sein und wie ein Foto die Jetzt-Situation künstlerisch darstellen. Am meisten interessierte sie sich für Menschen in allen Lebenssituationen. Gesichter, Körperstellungen und das Miteinander faszinierte sie und wurde künstlerisch interpretiert. Sie verstand die Menschen auf eine eigene Weise und stellte neue Sinnhaftigkeit her. Das Gesehene künstlerisch umzusetzen erfordert Schnelligkeit. Dazu diente ihr ein Laptop, den sie 2005 für sich entdeckt hat.

Wie ein Fotograf seine Kamera, hatte sie ihren Rechner immer zur Hand. So kam es, dass sie in 8-10 Jahren fast 1000 Zeichnungen anfertigte. Ganz herkömmlich zeichnete sie auf dem Pad ihres Laptops und brachte hervorragende, abstrakte Zeichnungen hervor. Digital erstellt, wie die heutige Fotografie – der Weg für eine Künstlerin ohne Kamera.